Dr. med. Anvari

Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie

Untersuchungen


EEG Doppler TCD Duplex Test VEP AEP SEP NLG EMG

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Elektroencephalographie (EEG)

Das EEG misst die Hirnstromaktivität. Ein positives, d. h. auffälliges EEG liefert wertvolle und diagnostisch entscheidende Hinweise (z. B. bei Epilepsie, Alzheimererkrankung oder Migräne-Kopfschmerzen).

Es werden die Potentialschwankungen, die bei der bioelektrischen Tätigkeit des Gehirns entstehen, mittels Elektroden von der Kopfoberfläche abgeleitet.
Der Patient liegt entspannt in einem Ruhesessel. Die Untersuchung ist unschädlich, schmerzlos und beliebig oft wiederholbar. Die EEG-Untersuchung wird von einer spezialisierten Arzthelferin durchgeführt und dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Bitte kommen Sie mit frisch gewaschenen Haaren (Vortag) und verwenden Sie kein Haarspray. Die Haare können etwas derangiert werden. Ein Fön/Spiegel ist vorhanden.

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Dopplersonographie

Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Halsarterien. Schwindel, Ohrrauschen (Tinnitus), Sehstörungen, kurzfristige Arm/Beinschwächen oder Sprachstörungen können Vorboten eines Schlaganfalls sein. Über eine bewegliche Sonde werden Schallwellen auf die roten Blutkörperchen der Halsgefäße gesendet. Je nach Richtung, Geschwindigkeit und Schallwinkel werden diese Schallwellen zurückgeworfen und über das Dopplergerät hör- und sichtbar gemacht. Hirninfarkt ist eine Verengung der Halsschlagader (Arterie carotis).

Werden in der Dopplersonographie relevante Engstellen (Stenosen) gefunden, ergibt sich hieraus heutzutage meist eine medikamentöse oder sogar operative Konsequenz.

Auf Grund dieser Methode kann die Blutströmung in den hirnversorgenden Arterien gemessen und eventuelle Störungen wie z.B. Verengungen oder Verschlüsse der Arterien festgestellt werden.

Die Untersuchung wird vom Arzt im Liegen durchgeführt, ist schmerzlos und dauert etwa 15 Minuten.

Tragen Sie bitte möglichst ein halsfreies Oberteil, keine Halskette und cremen Sie vorher nicht Ihr Gesicht/Hals ein.

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TRANSCRANIELLE DOPPLERSONOGRAPHIE (TCD)

Ultraschalluntersuchung der im Schädelinnern gelegenen Hirnarterien. Plötzliche Kopfschmerzen, einseitiges pulsgleiches Ohrrauschen oder z. B. Schwindelattacken können Symptom einer krankhaften Engstelle oder auch Ausweitung (Aneurysma) einer der Hirnarterien sein.

Diese Veränderungen können zum Schlaganfall oder zu Hirnblutungen führen.
Die TCD kann durch die seitliche Schädelkalotte (= transcraniell) oder durch die Nackenregion eine Untersuchung der Hirngefäße mittels des Dopplereffektes (siehe Doppler) vornehmen.

Je nach Klinik kann durch diese völlig schmerz- und komplikationslose Ultraschalluntersuchung eine wesentlich aufwendigere und gefährlichere Kathederuntersuchung der Hirngefäße vermieden werden.

Die Untersuchung findet meist im Liegen statt, wird vom Arzt durchgeführt und dauert etwa 10 Minuten.

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Duplex

Kombinierte Ultraschalluntersuchung mit farbbildlicher Darstellung der hirnversorgenden Halsarterien und des Blutflusses. Zur Beurteilung von Wandverkalkungen, d. h. Gefährdung eines Schlaganfalls (z. B. bei Vorboten wie Sehstörung oder Extremitätenschwäche) und bei der Entscheidung, ob eine Halsarterie verschlossen oder hochgradig verengt ist, liefert die Duplex-Sonographie eine wertvolle Information.

Während bei der Doppleruntersuchung (siehe Doppler), die es bereits seit über 50 Jahren gibt, überwiegend die Strömungsverhältnisse beurteilt werden können, kann in der erst etwa seit 1988 (Edward G. Grant und E. Maureen White) bekannten Duplex-Untersuchung zusätzlich die Gefäßwandstruktur und die Beschaffenheit von etwaigen Ablagerungen (Plaques) an Engstellen dargestellt werden.

Die hirnversorgenden Halsarterien können in Farbe über eine längere Strecke verfolgt und auf einem Monitor sichtbar gemacht werden.

Hierdurch können Röntgendarstellungen (mit Einführung eines Katheters in die Arterien und Injektion von Kontrastmitteln in die Arterien) meistens vermieden werden.

Die vom Arzt vorgenommene Untersuchung ist schmerzlos und dauert zwischen 10 bis 20 Minuten.

Tragen Sie bitte möglichst ein halsfreies Oberteil, keine Halskette und cremen Sie vorher nicht Ihr Gesicht/Hals ein.

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NEUROPSYCHOLOGISCHER TEST

Viele Menschen kennen Situationen, in denen sie Namen, Telefonnummern oder kürzlich Erlebtes nicht mehr erinnern. Kommen diese Erinnerungslücken nur gelegentlich vor, spricht man von einer gutartigen Vergesslichkeit – bei Zunahme der Symptomatik kann jedoch der Übergang zu einer krankhaften Vergesslichkeit (Demenz) z. B. Alzheimer-Krankheit gegeben sein. Eine neuropsychologische Testung kann eine Klärung bringen.

Es werden je nach Schwere der beklagten Beschwerden in meiner Praxis bis zu sieben verschiedenen Hirnleistungstestungen angewendet:

  • Mini Mental Status (30 verschiedene Fragen bzw Aufgaben)
  • DemTect (18 unterschiedliche Denkaufgaben)
  • CERAD: ausführlicher 45 minütiger Test bei Verdacht auf Alzheimer/Demenz, entwickelt von der Memory Klinik in Basel mit umfassendem Datenbankarchiv zur Auswertung
  • Ci-Test (Schnelligkeits- und Aufmerksamkeitstest)
  • Uhrentest (Prüfung der räumlichen Gestaltung)
  • MWTB (Alt-Intelligenztest)

Zusätzlich halten wir Fragebögen zur Selbst- und Fremdbeurteilung bereit. Die Testuntersuchung dauert bis zu 30 Minuten.

Bringen Sie bitte – soweit benötigt – Ihre Lesebrille und Ihr Hörgerät mit.

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VISUELL EVOZIERTES POTENTIAL (VEP)

Das VEP misst die Funktion des Sehnervs.

Die Untersuchung ist bei Sehstörungen und Schmerzen im Bereich des Auges sinnvoll. Sie hat eine überragende Bedeutung bei der Diagnostik der Multiplen Sklerose.

Die Untersuchung findet vor einem kleinen Monitor statt, auf dem ein Punkt auf einem wechselnden Schachbrettmuster fixiert werden muß. Die Hirnstromaktivität entlang des Sehnervs wird vom Kopf mittels Elektroden abgeleitet und in einem Registriergerät aufgezeichnet.

Eine hierfür ausgebildete Arzthelferin führt die Untersuchung durch, die etwa 15 Minuten dauert und schmerzlos ist.

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Akustisch Evoziertes Potential (AEP)

Das AEP misst die Funktion des Gleichgewichtstnervs.

Die Untersuchung ist bei Schwindel, Hörminderung, Ohrdruck oder Ohrrauschen sinnvoll. Sie findet Anwendung bei der Diagnostik von Schlaganfällen, Multipler Sklerose oder Hirntumoren.

Über Kopfhörer wird das Ohr einseitig mit „Klick“-Tönen gereizt.

Die Hirnstromaktivität entlang des Gleichgewichtnervs wird vom Kopf mittels kleinster, steriler Nadelelektroden abgeleitet und in einem Registriergerät aufgezeichnet.

Eine hierfür ausgebildete Arzthelferin führt die Untersuchung durch, die etwa 15 Minuten in Anspruch nimmt.

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SOMATOSENSIBEL EVOZIERTES POTENTIAL (SEP)

Das SEP misst die Funktionsfähigkeit der sensiblen Rückenmarksbahnen.

Sind Schmerzen, Schwäche oder Funktionsstörungen an Arm oder Bein vorhanden, kann das SEP wertvolle diagnostische Hinweise z. B. auf Wirbelsäulenschäden, Multiple Sklerose oder andere zentralnervösen Erkrankungen geben.

Eine schwache Stromreizung erfolgt entweder an langen Beinnerven (N. tibialis) oder an dem mittleren Armnerven (N. medianus) und nach etwa 2 bis 3 Minuten kann über kleine Elektroden auf der Kopfhaut eine entsprechende Antwortkurve abgeleitet werden.

Die Untersuchung wird vom Arzt oder einer spezialisierten Arzthelferin durchgeführt und dauert etwa 10 bis 15 Minuten.

Bei einer Beinuntersuchung bitten wir darum mit frisch gewaschen Beinen/Füßen zu kommen und cremen Sie diese bitte nicht vorher ein.
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NERVENLEITGESCHWINDIGKEIT (NLG)

Messung der Leitgeschwindigkeit von Arm- und/oder Beinnerven.

Taubheitsgefühl oder Brennen in den Extremitäten, Schwäche und Lähmung von Fingern oder z.B. Zehen oder Gangstörungen können Ausdruck einer Nervenstörung (z. B. bei Diabetes mellitus, Alkoholmissbrauch oder Vitaminmangel) sein.

In diesen Fällen ist die Geschwindigkeit der Nerven verlängert oder sogar nicht mehr messbar.

Die NLG-Messung erfolgt mit kleinen Ableitelektroden, die auf entsprechende Stellen auf Hand/Fuß befestigt werden. Mittels eines Reizblocks, über den Stromreize im mA-Bereich verabreicht werden, kann der Nerv gereizt und eine entsprechende Antwort über das EMG-Gerät ermittelt werden. Entsprechend der Körpergröße kann dann die Nervenleitgeschwindigkeit berechnet werden.
Die Untersuchung wird vom Arzt oder einer gelernten Mitarbeiterin durchgeführt und dauert etwa 10 Minuten.

Bei einer Beinuntersuchung bitten wir darum mit frisch gewaschen Beinen/Füßen zu kommen und cremen Sie diese bitte nicht vorher ein.

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ELEKTROMYOGRAPHIE (EMG)

Das EMG ist eine Messung der Muskelfunktionen.

Finden sich an Beinen oder Armen taube oder kribbelnde Stellen (Sensibilitätsstörungen) oder ist die Kraft der Muskeln nachlassend (motorische Störungen) kann das EMG klären, ob die Störung durch eine Nervenverletzung oder durch eine Muskelerkrankung kommt.

Im EMG wird in den betroffenen (erkrankten) Muskeln mit einer dünnen, sterilen Nadel eingestochen und die bioelektrischen Potentialschwankungen des Muskels in einem speziellen EMG-Gerät aufgezeichnet und über einen Lautsprecher hörbar gemacht.
Die Untersuchung wird vom Arzt im Liegen oder Sitzen durchgeführt und ist ohne Neben- oder Nachwirkungen.

Je nach Schmerzempfinden des Patienten ist die EMG – Untersuchung unangenehm bis schmerzhaft. Die Untersuchung dauert allein (ohne Befragung, Untersuchung und evtl. NLG, SEP) etwa 10 Minuten.

Bei einer Beinuntersuchung bitten wir darum mit frisch gewaschen Beinen/Füßen zu kommen und cremen Sie diese bitte nicht vorher ein.

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